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Ärztegesellschaft Baselland
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Leitartikel Ausgabe 6 - Dezember 2020

Schwerpunktthema: Was hat das Corona-Jahr 2020 mit meinen Ansprüchen gemacht?

Liebe Leserinnen und Leser

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen

Covid-19 – Leben mit Covid-19. Unser Alltag, unser Blick auf die Welt, ja die Welt selbst hat sich 2020 geändert. Für viele,wohl für die meisten von uns ist eine neue Situation entstanden, und wir sind in ganz unterschiedlicher Weise gefordert. Als Ärztegesellschaft durften wir im Kanton Baselland eine schweizweit wohl beispiellose Zusammenarbeit mit den kantonalen Behörden erleben. Praktisch von Beginn weg wurden wir in die Krisenorganisation miteinbezogen, unsere Expertise wurde geschätzt und die meisten unserer Empfehlungen angenommen und umgesetzt. Dies ist in einem derart emotionalen und politisch brisanten Umfeld weder die Regel noch selbstverständlich.
Die Zusammenarbeit und der Einbezug in die kantonalen Entscheidungen sind keine Zufälligkeit. Diese Akzeptanz ist das Resultat einer jahre-, ja jahrzehntelangen Arbeit, eines Sich-immer-wieder- Einbringens, unzähliger, oft auch unangenehmer Diskussionen und eines stetigen, kritisch-konstruktiven Dialogs mit unseren Behörden. Dabei ist es doch so wichtig, dass wir als Ärzteschaft uns engagieren, unsere Kompetenz einbringen und wo immer möglich die Entwicklung im Gesundheitswesen mitgestalten. – Auch wenn dies – wie gerade in der aktuellen Covid-Krise – die Möglichkeiten unseres Milizsystems arg strapaziert.
Hervorheben möchte ich in diesem Zusammenhang das grosse Engagement vieler unserer Kolleginnen und Kollegen. Durch ihre Mitarbeit in unseren Abklärungs- und Teststationen, durch ihre Bereitschaft, peripher in den Praxen Abstriche durchzuführen und somit unser System zu entlasten, und durch ihren Dialog mit uns haben sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Bewältigung dieser Krise geleistet. Das Kantonsspital Baselland musste im stationären Bereich eine grosse Last tragen, und ich war beeindruckt, mit welcher Selbstverständlichkeit die Privatkliniken ihre Betriebe heruntergefahren und das KSBL materiell und vor allem personell unterstützt haben.
Nicht alles war gut in den letzten Monaten. Dass Patienten und Patientinnen auf unseren Intensivstationen einsam und ohne Beisein ihrer Liebsten gestorben sind, war unmenschlich und vom Schutzkonzept her gänzlich unnötig, belastend nicht nur für die Angehörigen, sondern auch für das Personal und darf nicht mehr vorkommen. Dass betagte Menschen in unseren Alters- und Pflegheimen in ihrer letzten Lebenszeit vereinsamten, kann hoffentlich in Zukunft vermieden werden. Grosses Verbesserungspotenzial besteht mit Sicherheit in der bikantonalen, regionalen und nationalen Zusammenarbeit. Hier werden auch einer kleinen Kantonalgesellschaft wie der AeGBL Grenzen aufgezeigt.
Mit dieser Covid-Ausgabe der Synapse wünschen wir Ihnen eine unterhaltsame Lektüre und einen vielleicht etwas anderen Blick auf die Ereignisse der letzten Monate.

Mit herzlichen, kollegialen Grüssen, Ihr
Dr. med. Tobias Eichenberger

 

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